Nicht aus Zufall an den Start: Strategieauslöser suchen, sehen und beachten

Der Ursprung von Überlegungen zu einer Strategieentwicklung kann sehr vielfältig sein. Nicht minder vielfältig und komplex stellt sich die Einordnung dieses Auslösers dar. Wird das Strategievorhaben allerdings genau definiert und eingegrenzt, ist die wertvolle Zielstellung der Strategieentwicklung in den Grundzügen bereits erkannt. Dies schafft Präzision im anschließenden Arbeiten sowie Geschwindigkeit im Strategieprozess.

Allein die Vielfalt möglicher Auslöser einer Strategieentwicklung verdeutlicht, dass eine Organisation auf unterschiedlichste Weise zur Einsicht gelangen kann, dass eine (Weiter-)Entwicklung der Strategie notwendig ist.

Mitarbeitende, die Entwicklungen im Umfeld wahrnehmen und diese mit der derzeitigen Unternehmenssituation in Verbindung bringen, können eine strategische Unternehmensentwicklung in Gang setzen. Ebenso bilden Führungskräfte mit neuen Verantwortungsbereichen, die ihre Gestaltungsmöglichkeiten nutzen möchten, einen Ausgangspunkt für eine Strategieentwicklung. Auch Teilstrategien in Funktionsbereichen rufen nicht selten einen höheren Zuordnungspunkt einer gesamtheitlichen Unternehmensstrategie auf den Plan.

Mittelständische Unternehmen finden sich oft mehrheitlich in dem Gefühl wieder, der hohen Vielfalt an Aktivitäten in der Organisation eine einheitliche Richtung geben zu wollen, um sie besser koordinieren zu können oder um gegenüber bestimmten Anspruchsgruppen Verbindlichkeit zu erzeugen und sich als verlässlicher Partner zu positionieren.

In den meisten Fällen ist zu erkennen, dass sich hinter dem vordergründigen Auslöser ein strategisches Problem verbirgt, welches erkannt werden will. In einer stark vereinfachenden Unterscheidung lassen sich Auslöser positiver und negativer Ausprägung unterscheiden. Beispielhaft könnte es sich bei einer positiven Ausprägung um die Wahrnehmung neuer Marktchancen und die mögliche Erschließung neuer Geschäftsfelder handeln. Im umgekehrten Fall einer negativen Ausprägung könnte es sich um die risikogetriebene Marktabsicherung gegenüber Wettbewerbern oder gar die Abwendung einer bevorstehenden Krise handeln.

Die Klärung eines Strategieauslösers ist wichtig, um ermitteln zu können, ob das erkannte vermeintliche Problem das tatsächliche Problem ist. Hinter die Kulissen zu schauen lohnt sich, um ein Strategieprojekt nicht an einer falschen Problemstellung aufzuziehen. Viel Arbeit und Zeit können durch diese wichtige Einschätzung gespart bzw. fehlgeleitete Ergebnisse vermieden werden.

Die benannte grundsätzliche Unterschiedlichkeit der Auslöser bestimmt also Ausgangslage und Zielsetzung der Strategiearbeit im Unternehmen und entscheidet in der Folge maßgeblich über die Funktionalität von diversen Methodiken im Strategieprozess. Wesentliche hilfreiche Kriterien zur Einordnung des Strategieauslösers sind die aktuelle Veränderungsnotwendigkeit (Handlungsdruck) als auch die Veränderungsdringlichkeit (Zeitdruck) auf der einen Seite sowie die Veränderungsbereitschaft (Wollen) und die Veränderungsfähigkeit (Können) der Organisation auf der anderen Seite.

Je nach individueller Ausprägung dieser Kriterien ist von einer sanften Mobilisierung der vorhandenen Ressourcen, über die nachhaltige Etablierung einer lernenden Organisation, bis hin zu einer strategischen Erneuerung – meist über das Geschäftsmodell – oder gar einer radikalen Neupositionierung alles denkbar.

Die Stimmigkeit des Vordenkens, des Hineinfühlens im Vorfeld und der gesunden Einschätzung der Ausgangssituation sind erfolgsbringend. Je sicherer Sie mit Ihrer Organisation eroieren können, worin das strategische Problem besteht, wie komplex es ist und auch welche Einigkeit der Strategiebeteiligten besteht, desto bestimmter und zielgenauer werden Sie in der Strategieentwicklung voranschreiten können. Mit absehbarem Ergebnis, angemessener Geschwindigkeit und vor allem der richtigen emotionalen Basis für die Umsetzung.

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